Erziehung zum Wohl des Kindes?

Wir leben derzeit in einer vollkommen verdrehten, durch und durch heuchlerischen Gesellschaft, in welcher Glaubenssätze, Dogmen, Meinungen und Überzeugungen kritisches Denkvermögen ersetzt haben. Einer dieser fest im Bewusstsein verankerten, scheinbar unumstößlichen Glaubensätze ist die Überzeugung, dass Erziehung dem Kindeswohl diene. Erziehung dient nicht und hat noch nie dem Kindeswohl gedient, sondern ist das Instrument, mit Hilfe dessen das Kindeswohl auf dem Altar unserer Fortschrittsgesellschaft ökonomischen Interessen geopfert wird. Eltern, welche das Wohl der Kinder, die ihnen vom Leben anvertraut wurden, wirklich ernst zu nehmen bereit sind, sehen sich dem massiven Vorwurf ausgesetzt, dem Wohle ihrer Kinder zu schaden, indem sie Eingriffe in das Kindeswohl wie z.B. Schulpflicht, Impfpflicht, medizinische Zwangsbetreuung in Form verpflichtender Vorsorgeuntersuchungen – oder Erziehung an sich – in Frage stellen.
Wir stehen heute vor der verrückten Tatsache, dass Eltern, denen das Wohl ihrer Kinder wirklich am Herzen liegt, in letzter Konsequenz mit dem Entzug des Sorgerechtes gedroht wird, mit der Begründung, nicht dem Wohle des Kindes zu dienen. Und das ungeachtet der Tatsache, dass die betroffenen Kinder in der scheinbar für sie schädlichen Umgebung prächtig gedeihen und ein Verhalten an den Tag legen, welches im vollkommenen Gegensatz steht zu den allseits bekannten, negativen Begleiterscheinungen einer angeblich dem Wohle des Kindes dienenden Erziehung. Zunehmende Gewaltbereitschaft, Mobbing, asoziales Verhalten, exzessiver Drogenkonsum, Desinteresse und Beliebigkeit, Langeweile, Mediensucht und vieles mehr sind die tatsächlichen Ergebnisse einer nur scheinbar dem Wohle dienenden Erziehung – welche entweder stillschweigend akzeptiert werden oder, im Sinne der Vertuschung der wirklichen Umstände, oberflächlich und halbherzig bekämpft werden mit Alibireformen, Aufklärungskampagnen, Psychotherapien, Medikamenten, …
Ich habe es satt. Gründlich satt.
Ich bin Vater von drei Kindern, und ich bin es leid, für die Mühe, die ich mir seit nun  schon zwei Jahrzehnten im Sinne des Wohles meiner Kinder (und nicht nur meiner, sondern aller Kinder) gebe, immer und immer wieder in Frage gestellt, angegriffen, unter Druck gesetzt, gemieden oder isoliert zu werden.
Ich finde, es ist an der Zeit, dass sich etwas ändert.

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