Macht ernst!

“Empört euch!“ reicht nicht. Macht ernst!

Mal ernst: Es reicht nicht, sich öffentlich und medienwirksam zu empören, sich gemeinsam in Großdemos gegen die da oben zusammen zu tun, es reicht nicht, mit spektakulären, aufsehenerregenden Aktionen auf die Misstände in unserer Welt aufmerksam zu machen, Petitionen ins Leben zu rufen, sich politisch zu engagieren oder die Welt durch Hilfsaktionen retten zu wollen, …
Es ist 12:00!
Wir brauchen jetzt Menschen, die tatsächlich ernst machen. Menschen, denen das “Empört euch!“ nicht mehr reicht und die ernst machen: in ihrem eigenen Leben.
Ernst machen beginnt im Kleinen, im Unspektakulären, Unaufsehenerregenden, im Naheliegenden, im eigenen “Haus“, vor der eigenen Haustür. Und ernst machen beginnt bei sich selbst, beim Umgang mit sich selbst und den Beziehungen zu den Menschen um sich, den eigenen Kindern, dem Partner, der Familie, den Freunden, Arbeitskollegen ,…
Wenn wir wirklich grundlegende Veränderungen wollen – und ich denke dass wir keine andere Wahl haben – dann lasst uns jetzt ernst machen und das tun, was wir tun können. Fangen wir an, mit dem, was wir tun können, jetzt, heute, nicht morgen oder irgendwann.
Und fangen wir an bei dem, was unsere Zukunft sein wird: bei unseren Kindern.
Alle Welt diskutiert über Umweltzerstörung und Naturschutz, aber vor unserer aller Augen und mit unserer aller Billigung wird tagtäglich durch das, was wir rechtfertigend Erziehung nennen, die Natur des Kindes missachtet und mit Füßen getreten. Wir reden vom Schutz der Umwelt, der Natur, aber die Natur derjenigen, die später als Erwachsene die Entscheidungsträger unserer Gesellschaft sein werden, achten wir nicht. Nachhaltiger Naturschutz – und nichts anderes brauchen wir, wenn wir als Menschen überleben wollen – kann sich nur aus dem Schutz der Natur derer entwickeln, die später die Geschicke unserer Gesellschaft steuern werden: dem Schutz der Natur unserer Kinder. Wenn wir nicht die Natur unserer Kinder schützen, unsere Kinder nicht unter Naturschutz stellen, können wir von ihnen als Erwachsene auch kein die Natur schützendes und erhaltendes Verhalten erwarten.
Fangen wir also an, heute, mit dem Naheliegenden, dem für uns Erreichbaren: hören wir auf damit unsere Kinder erziehen zu wollen, fangen wir an damit wieder Achtung zu gewinnen für die Natur des Kindes , die Natur unserer eigenen Kinder und die Natur des Kindes in uns.
Es ist 12:00. Es reicht. MACHT ERNST!

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